Haus 2

Unsere Gruppe besteht aus 11 Kindern und Jugendlichen, im Alter von 5 bis 17 Jahren. Insgesamt sind es fünf Jungs und sechs Mädchen, die hier in Einzel- und Doppelzimmern leben. Darunter ist auch ein geistig beeinträchigtes junges Mädchen, dass bereits seit mehreren Jahren hier wohnt und sich gut eingelebt hat. Ein Junge unserer Gemeinschaft begann dieses Jahr mit einer Ausbildung als KFZ-Mechatroniker und ist fleißig am Lernen und Arbeiten. Auch ein guter, im Verein spielender junger Fußballer bereichert unsere Gruppe.

Jeder Bewohner hat unterschiedliche Ressourcen und ergänzt damit die Wohngemeinschaft. Wie auch unser "Fahrradreparateur", der sich mit Leidenschaft um die Instandhaltung der Fahrräder mit kümmert. So auch unsere jugendlichen Mädchen, die täglich mit neuen Ideen und "Erkenntnissen" über pubertäres Leben glänzen.

Das Besondere an unserer Hausgemeinschaft ist die Mischung des Erzieherteams. Zwei neue examinierte Erzieherinnen sind dazugekommen, die frischen Wind ins Haus bringen und dabei von den erfahrungsreichen Erzieherinnen und Erziehern Unterstützung und Integration in die Gruppe erfahren. Ganz wichtig und nicht zu vergessen sind unsere wertvollen Hauswirtschaftskräfte, die sich morgens um den Einkauf, das Zubereiten der Mittagsmahlzeit und die Sauberhaltung der Räumlichkeiten kümmern.

Das alles sind WIR, HAUS 2.

Herbstwanderung mit Übernachtung

Unsere Herbstwanderung mit Übernachtung ist ein Erlebnis für Alt und Jung, Klein und Groß. Von Silz aus geht es mit dem gepackten Rucksack und manchmal leider in Begleitung von leichtem Regen, Richtung Hauenstein durch den Pfälzer Wald. Nach ca. fünf Stunden, natürlich mit "Stärkungspausen", erreichen wir unser Ziel: das Wanderheim zur "Dicken Eiche" in Hauenstein. Doch bis wir dieses Ziel erreichen, müssen wir uns gemeinsam steile Berge hoch kämpfen und mit rutschigem Boden fertig werden. Um gefahrlos und schneller voranzukommen, bilden die Kids eine Kette aus Regenschirmen, an denen sich jeder festhielt und gegenseitig hochzog. Das ist für viele eine neue Erfahrung und fördert nicht nur den Gemeinschaftssinn und den Gruppenzusammenhalt, sondern lässt auch einige an ihre persönlichen Grenzen stoßen.

Dort angekommen, kochen wir uns gemeinsam ein leckeres Abendessen, lassen den Abend ausklingen und fallen schließlich erschöpft in die Betten. Nach einem, bei nicht Allen, erholsamen Schlaf, geht es nach dem Frühstück auf den Rückweg. Gut gelaunt freut sich jeder auf die Rückreise, doch bald bemerken wir, dass es nicht einfach ist eine Wanderkarte richtig zu deuten. Ja, wir haben uns ein wenig verlaufen! Nicht jeder kann mit diesem Frust (Verlaufen im Wald) umgehen und wir müssen erst kurze beruhigende Gespräche führen, bevor es wieder in die richtige Richtung geht.

Nichts desto Trotz sind wir nach sieben Stunden wieder sicher und ausgepowert in Silz angekommen. Alle Kinder, ohne Ausnahme, waren froh darüber, obwohl die Wanderung abenteuerlich war und Spaß machte. Ob Hin- oder Rückweg, während des Wanderns hatten wir mit den Kindern nicht nur die Zeit die Natur zu geniessen und kennen lernen, wir hatten auch die Gelegenheit miteinander Gespräche zu führen und uns gegenseitig in einem anderen Umfeld zu begegnen. Das ist notwendig, um sein Gegenüber besser kennen zu lernen und eine Beziehung zueinander aufzubauen.