Außenwohngruppe Landau

Die Außenwohngruppe (AWG) des Kinder- und Jugenddorfes Maria Regina besteht seit 1999 und befindet sich seit 2013 in Landau.

In unserer Jugendwohngruppe ist es ein Ziel der pädagogischen Arbeit, die Heranwachsenden in ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es die Jugendlichen an eine Verselbstständigung heranzuführen, mit der Absicht, dass diese in der Zukunft ein eigenständiges Leben führen können. Dabei orientieren wir uns stets in erster Linie an der speziellen Lebenssituation unserer Bewohner.

Von grundlegender Bedeutung im Zusammenleben und der pädagogischen Arbeit ist die persönliche Beziehung. Entsprechend ihrer Bedürfnisse unterstützen wir die Jugendlichen auch Freundschaften zu pflegen, mit ihren Familien in Kontakt zu stehen und in ein soziales Netz eingebunden zu sein. Ziel ist die Integration in den sozialen Nahraum und das gesellschaftliche Leben.

Orientierung und Lebensgestaltung

Das Leben in der Jugendwohngruppe ist sehr vielseitig und bunt. Das soziale Miteinander der Gruppe ist strukturiert und bietet den Jugendlichen die Möglichkeit sich einerseits zu orientieren und andererseits zu entfalten.

Dies beinhaltet in der Alltagsgestaltung

  • Mitbestimmung bei der Gestaltung der Wohnräume
  • Der persönliche Ausdruck im Lebensstil (Kleidung, Haare, Musik, etc.) wird respektiert
  • Das gemeinsame Abendessen ist ein wichtiger Begegnungsort und Konstante
  • Gruppenaktivitäten zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls
  • Ein gemeinsam erarbeitetes Regelwerk strukturiert das Miteinander (Partizipation, Gruppenabend, Essenspläne u.a.)
  • Feiern und Feste (Geburtstage, Weihnachten, Abschlüsse, etc.) - es wird individuell auf Wünsche eingegangen
  • Begleitung in der Jugendhilfsmaßnahme im Kontakt mit Jugendamt, Vormund, Familiengericht, etc.

Verselbstständigung und Alltagsbewältigung

Um den Anforderungen eines eigenständigen Lebens gerecht werden zu können, üben wir mit den Jugendlichen vielfältige, alltagspraktische Kompetenzen ein.

In der Praxis

  • Tägliches Kochen in wechselnden Zweier-Teams für die ganze Gruppe
  • Im Gruppenabend wird der Essenplan erstellt
  • Einmal wöchentlich wird gemeinsam eingekauft
  • Erfüllung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten im wöchentlichen Wechsel (Putzdienst im Haus, Mülldienst, Pflegen des Außenbereichs, u.a.)
  • Zunehmende Verantwortlichkeit für die eigene Wäsche (festgelegter Waschtag)
  • Verantwortung für das eigene Zimmer
  • Zunehmend selbstständige Einteilung von Taschen- und Kleidergeld
  • An sinnvolle Freizeitgestaltung heranführen und ermöglichen (Hobbys wählen)